Was ist Balduins Box?
Balduins Box hat es sich zur Aufgabe gemacht, Eltern und Verwandte, die ein Kind durch Krankheit oder einen Unfall verlieren, zu unterstützen. Diese Hilfe ist eng verknüpft mit der Verbesserung der Sterbebegleitung durch gezielte Schulungen in Krankenhäusern und Kliniken. Davon profitieren nicht nur die Ärzte und Pfleger, sondern vor allem die Betroffenen. Mit Balduins Box beginnt für die Angehörigen ein – wenn auch schwieriger, so doch wichtiger – Trauerprozess mit dem Abschiednehmen am Krankenbett.
Das Projekt umfasst neben Schulungen für das Klinik- und Pflegepersonal eine Akut-Box, in der sich tröstende Texte und Gegenstände befinden, die helfen, den schweren Moment des Abschiednehmens würdig zu gestalten.
Hintergrund
2008 starb der vier Monate alte Säugling Balduin im Krankenhaus. Während für das sterbende Baby medizinisch alles Mögliche getan wurde, mussten die Eltern die Erfahrung machen, dass sowohl die Ärzte als auch das Pflegepersonal nicht auf die dramatische Situation des Sterbens vorbereitet waren. Die Eltern waren in der emotional äußerst belastenden Situation völlig auf sich gestellt. Die Umstände und die Erfahrungen von Balduins Tod wurden zum Auslöser für das Projekt „Balduins Box“.
Die Box
In einer großen Holzbox (ca. 80 x 50 x 50 cm), die auf der Kinderintensivstation deponiert wird, befinden sich ein Leitfaden für das betreuende Personal und acht handbemalte Pappboxen für die betroffenen Angehörigen (ca. 20 x 15 x 6 cm).
